Glauben Sie ja nicht, man könnte als Krimi-Autor gut leben! Solange man keine traumhaft hohen Auflagen erzielt, wie dies meist ausländischen Autoren gelingt, die von Verlagen und der Branche gepuscht werden, ist das nichts weiter als ein Hobby, das zumindest kein Geld kostet.
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Im Gerichtssaal spielt das Leben so, wie es wirklich ist. Und manchmal erfährt man Dinge, die so unglaublich sind, dass sie einem kein Verleger abgenommen hätte.
Ich kann nur jedem Bürger empfehlen, einmal eine der vielen öffentlichen Gerichtsverhandlungen aufzusuchen.
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Es kann nicht angehen, dass ein 55-Jähriger, der schuldlos arbeitslos wird und ein Leben lang seine Beiträge bezahlt hat, am Schluss mit jenem gleichgestellt wird, der nie einen Cent dazu beigetragen hat. Und dass jemand mit über 45 noch einen Job findet, ist doch reine Augenwischerei der Politiker. Aber selbst die meisten Medien beten mit schöner Regelmäßigkeit nach, was die Regierung behauptet: Dass Hartz IV eine ganz tolle soziale Errungenschaft sei. Manchmal denk ich, dass viele meiner Kollegen im Happyness- und Funfieber gar nicht überblicken, was mit ihnen passiert, würden sie mit 50 auf der Straße stehen.
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Ich warne davor, das Kriminelle, sprich: Das Böse, zu bagatellisieren oder zu verharmlosen. Wenn sich das Gute nicht gegen das Böse wehrt - und zwar mit aller Macht, dann wird sich eines Tages auf dem Planeten wieder überall Mord und Totschlag breitmachen. Wohin zu viel Liberalität im Umgang mit kriminellen Strömungen führt, wird Ihnen jeder Streifenpolizist sagen können: Die Übeltäter lachen sich ins Fäustchen, weil sie wissen, dass ihnen nicht viel droht - und dass die Polizei inzwischen zu einem zahnlosen Tiger gemacht worden ist. Aber die Politiker verschließen davor die Augen.